Gerade in Musiker-Kreisen wird die Partnerschaft von U2 mit Apple angeprangert. Von der Entwertung der Musik ist da die Rede. Und dann sind da sind jene, welche Musiker unter Naturschutz stellen wollen.

Aber letztendlich ist ein Musiker Unternehmer. Und wenn ich als Unternehmer ein Produkt herstelle oder ein Geschäftsmodell habe, welches die Mehrheit nicht mehr anspricht, dann gehe ich Pleite. Hört auf Innovation zu verteufeln, sondern passt euch der Gegenwart, dem Markt, dem Konsumenten an. Oder macht Musik einfach als Hobby und sucht euch einen Job. U2 haben die Realitäten des Musikbusiness akzeptiert. Sie haben den Mittelsmann ausgeschalten und ihr Album an Apple verkauft. Somit verdienen die Urheber das Geld. Und das dürfte ja wohl im Interesse von allen sein.

Als Musiker musst du heute ein bisschen weiterdenken. Der Song ist nicht mehr Produkt, sondern Marketing-Instrument. Und zwar nicht nur für Unternehmen wie Apple, sondern auch für die Musiker selbst. Wenn die Künstler, welche wie Don Quichote gegen Piraterie kämpfen, Streaming-Dienste verteufeln oder der CD nachweinen, ihre Zeit in die Neuerfindung des Musiker-Daseins stecken würden, wären sie um einiges erfolgreicher. Und dann würde ihnen auch klar, dass man mit Konzerten, Merchandise, Gagen, kommerzieller Nutzung der Musik, Sponsoring, Partnerschaften und noch vielen anderen Möglichkeiten Kohle gemacht wird. 2014 braucht das Musik-Business keine Bohamians mehr, sondern Unternehmer welche relevante Produkte auf den Markt bringen und die Konsumenten und ihre Bedürfnisse ernst nehmen.

Quelle: Facebook
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