„Hör auf meinen Song zu spielen.“

Im amerikanischen Wahlkampf ist Show und Auftritt die halbe Miete. Klar, dass deshalb die Kandidaten meistens auch mit Musik arbeiten. Dies kann allerdings zu einem Problem werden, wenn der Musiker nicht auf der politischen Linie des Kandidaten ist.

Jüngstes Beispiel ist Dee Snider. Der Frontmann von Twistet Sister hat den republikanischen Vize-Präsidentschaftskandidaten Paul Ryan aufgefordert seinen Hit-Song „We’re Not Gonna Take It“ nicht mehr zu spielen. Er setzt damit eine Tradition fort, wo liberale Musiker den konservativen Republikaner verbieten ihren Song für ihre Kampagne zu nutzen.

  • Tom Petty hat Michele Bachmann verboten seinen Song „American Girl“ zu benutzen
  • Die Gruppe Heart war alles andere als glücklich, dass die McCain/Palin-Kampagne den Song „Barrakuda“ nutzte. Auch wenn die McCain-Kampagne betont, dass sie alle rechtlichen Schritte (zahlen der Tantieme) unternommen hätten.
  • Die Foo Fighters hatten ebenfalls Probleme mit John McCain, da dieser „My Hero“ verwendete. In einem Brief meinten die Foo Fighters, dass der eigentliche Sinn des Songs pervertiert werde und McCain den Song nicht mehr benutzen darf.
  • Jackson Browne gewann sogar einen Gerichtsfall gegen John McCain, da dessen Kampagne den Song „Running on Empty“ ungefragt für ein Web-Video benutzt hatte.
  • Van Halen waren ebenfalls nicht begeistert, dass John McCain (immer wieder er) ihren Song „Right Now“ auf seiner Kampagne spielte. Die Band meinte:

„Wir wurden weder kontaktiert, noch um Erlaubnis gefragt. Diese hätten wir auch nie gegeben.“

  • Bruce Springsteen, selber ein Demokrat, war wütend, dass Ronald Reagan seinen Song „Born In The USA“ für seine Kampagne 1984 benutzte. Er fand es widerlich, dass seine Kunst für republikanische Zwecke missbraucht werde, gegen die er selber sei.

Eigentlich erstaunlich, dass die Republikaner immer wieder auf liberales Liedgut zurückgreifen. Gäbe es doch gerade in der Country- aber auch in der Südstaaten-Rockszene genug konservative Musiker.

Was findet Ihr? Genügt es wenn eine Kampagne die obligaten Gebühren (z.B SUISA) entrichtet, oder sollte man den Künstler um Erlaubnis bitten?

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